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2.1 Ideengenerierung und -findung

Eine Geschäftsidee bietet den Ausgangspunkt für eine Unternehmensgründung und kann auf viele Arten und Weisen erschlossen werden. Beispielsweise durch gezieltes Suchen, das Erkennen eines konkreten Kundenproblems oder durch zufällige Eingebungen. Kurzum handelt es sich um eine Problemlösung, welche sich auf Produkte, Prozesse, Leistungen oder auch den Kunden bezieht.

 

„Bei einer Geschäftsidee handelt es sich um einen initiierenden Gedanken als Ausgangspunkt für die Verwirklichung oder Umsetzung einer Existenz- oder Unternehmensgründung.“

 

Leider werden viele gute Geschäftsideen nicht in ein „Start-Up“ transformiert. Einerseits schreckt die meisten Arbeitnehmer das mit dem Unternehmertum verbundene Risiko ab ihren sicheren Arbeitsplatz aufzugeben. Andererseits mangelt es häufig an erforderlichen Ressourcen, Netzwerken und einem konkreten Umsetzungsplan. Probleme, bei welchen Ihnen bizeps dank umfassender Kompetenz und ausgereiften Netzwerken behilflich sein kann. Dennoch sollte der Weg, welcher letztlich zur Realisierung der Geschäftsidee führt, von Ihnen wohl überlegt sein.

 

Um eine Geschäftsidee zu entwickeln, können einerseits unterschiedlichste Kreativitätstechniken eingesetzt werden wie Mappingtechniken (Mind Mapping), Assoziationstechniken (Brainstorming) oder systematische Variationen (Osborn Checkliste). Andererseits gilt es die Umwelt und die Personen in ihr zu beobachten und mit ihnen zu interagieren. So sollte man bspw. Diskussionen über den angestrebten Tätigkeitsbereich anregen,  Bedürfnisse aus  dem eigenen sozialen Umfeld ableiten und von Konkurrenten lernen. Ergänzend kann es sinnvoll sein Experten oder erfahrene Unternehmer zu Rate zu ziehen, um die eigentliche Idee weiter zu konkretisieren.

 

Letztlich folgt die Bewertung der Geschäftsidee. Dies gestaltet sich allerdings als schwierig, da zu diesem Zeitpunkt des Gründungsvorhabens nur wenige Informationen verfügbar sind und ein Markt- bzw. Kundenpotenzial schwer einzuschätzen ist. Dennoch möchten wir an dieser Stelle einige Hinweise aufführen, die Ihnen bewusst sein sollten und Ihnen vielleicht weiterhelfen können. Es handelt sich hierbei um folgende Sachverhalte:

 

Informationsquellen nutzen

Um den Nutzen einer Geschäftsidee abzuwägen kann sich eine Gründerperson auf bereits existierende Patentliteratur, Marktkennzahlen, Informationen von Behörden und Verbänden, Informationsmaterial von Wettbewerbern, Zeitschriften, Kundeninterviews und auf die Befragung von Experten beziehen. Marktpotenzial, Marktvolumen und Rentabilität stellen hingegen feste Größen dar, welche dabei helfen können den Nutzenwert zu adjustieren.

 

Kundenorientierung

Eine Geschäftsidee sollte auf den Wünschen und Problemen der Kunden aufbauen und nicht auf dem Können der Unternehmer. Schließlich gilt es im Nachhinein Problemlösungen für Konsumenten anzubieten und subjektiv empfundene Produktnutzen zu verkaufen.

 

Die Nutzung von Marktlücken

Verfügt man über ein hohes Maß an Branchenwissen und/oder einen guten Spürsinn, so sollte man diese Fähigkeiten gekonnt ausspielen. Ein Weg vom eigenen Wissen zu profitieren ist das Auffinden von so genannten Nischen. Also Marktlücken, die bisher nicht von anderen Unternehmern abgedeckt werden. I. d. R. lassen sich mit einer Nischenstrategie hohe Preisprämien realisieren.

 

Erfolgreiche Konzepte kopieren

Andere Länder und Märkte können als Inspirationsquellen für die eigene Geschäftsidee dienen. So lassen sich verschiedenste Konzepte leicht auf andere Tätigkeitsfelder übertragen. Die ursprünglichen Anbieter dienen weiterhin als Vergleichsobjekt und können helfen, den zukünftigen Erfolg des eigenen Unternehmens einzuschätzen. Allerdings sind ggf. Urheberrechte oder Nutzungsrechte zu beachten. Eine weitere Alternative bietet das „Franchising“.

 

Trends erkennen

Märkte befinden sich im stetigen Wandel; ein Wandel welcher durch technische Veränderungen als auch durch politische und ökonomische Handlungen begründet werden kann. Die Aufgabe des  Unternehmers liegt hierbei in der Antizipation von Konsequenzen, so dass hinreichend auf sie reagiert  werden kann. Derartige Trends können ähnlich wie eine etablierte Geschäftsidee ein Auslöser für eine Geschäftsidee sein. So führten gewandelte Bedürfnisse der Konsumenten in den letzten Jahren zu einer Vielzahl von gesundheits- und umweltbezogenen Innovationen.

 

Technologieorientierte Unternehmen

Eine Unternehmensgründung im High-Tech Bereich verfügt meist über wenig Konkurrenz, da der Innovationsgrad überaus hoch ist und sich ein ausgereiftes Produkt nur schwer kopieren lässt. Verfügt man selbst nicht über das benötigte Know-How können Geschäftspartner mit entsprechender Kompetenz Abhilfe schaffen. Hierbei empfiehlt es sich auf Messen und bei Wettbewerben Kontakte zu knüpfen.

 

Austauschbarkeit vermeiden

Austauschbarkeit mit der Konkurrenz sollte grundsätzlich vermieden werden. Begünstigt wird eine derartige Abgrenzung vor allem durch ein Alleinstellungsmerkmal (Unique Selling Proposition). Die unternehmenseigene Leistung wird hierbei mit einem einzigartigen Nutzenversprechen versehen, welches zu einer besseren Identifikation und Wahrnehmbarkeit des Produkts führt. Sind solche einzigartigen Elemente in der Geschäftsidee verankert, sind die Marketingmaßnahmen an ihnen auszurichten.

 

Umfangreiche Situations- und Umweltanalysen

Eine objektive Beurteilung sollte technologische, ökonomische, rechtliche, kulturelle, ökologische und soziale Faktoren sowie die wichtigsten Akteure (namentlich: potenzielle Mitarbeiter, Lieferanten, Kapitalgeber, Konkurrenten und den Staat) berücksichtigen.

 

Natürlich sind die realisierbaren Vorteile abhängig von ihrem jeweiligen Gründungskonzept. Wir können Ihnen helfen Ihre Gründungsidee zu konkretisieren und den nächsten Schritt zu planen.

Einen Beratungstermin können Sie hier vereinbaren.

 

 

Quellenangaben:

Belling, Ulrike; Kössler, Sibylle; Krey, Kerstin (2010): Mit dem Patent zum Erfolg: Innovationsförderung für Unternehmen, Herausgeber: BMWi.

Volkmann, Christine K.; Tokarski, Kim Oliver (2006): Entrepreneurship, Aufl. 1, Stuttgart: Lucius & Lucius Verlag.

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