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2.3 Erstellung eines Businessplans

Bei einem Businessplan handelt es sich um eine schriftliche Zusammenfassung eines  unternehmerischen Vorhabens auf Basis einer Geschäftsidee. Der Planungshorizont eines derartigen Geschäftsplans beträgt in der Regel 3 bis 5 Jahre und beinhaltet Informationen zu allen Einzelheiten des Gründungsprozesses. Angefangen von einer detaillierten Beschreibung der Produkte oder der Dienstleistung bis hin zu Fragen der Finanzierung und der Rechtsform.

„Der Businessplan oder Geschäftsplan ist der strukturierte systematische Überblick über das geplante Gründungsvorhaben in schriftlicher Form.“

Der Erstellung eines Businessplans sollte viel Zeit gewidmet werden, schließlich stellt er das zentrale Kommunikationsmittel in den Verhandlungen mit Investoren (Banken, Risikokapitalgeber, Business Angels u.v.m.) dar. Auf seiner Basis wird letztlich die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Gründung beurteilt. Es gilt somit den Leser vom Erfolg des Vorhabens zu überzeugen, aber nicht nur das. Ein Geschäftsplan bringt die Gründerperson dazu sich mit der Systematisierung und der Strukturierung seiner Idee auseinanderzusetzen und bietet die Möglichkeit letzte Schwachstellen in der Planung aufzudecken. Des Weiteren dient er als Navigationsinstrument und hilft die Chancen aber auch Risiken der eigenen Unternehmung zu erkennen.

„Kein rational denkender und handelnder Mensch würde mit geschlossenen Augen und ohne Plan ein Schiff aufs offene Meer steuern.“

Um Ihnen das Schreiben eines Businessplans zu vereinfachen bieten wir Ihnen an dieser Stelle eine exemplarische Gliederung an. Sie kann Ihnen bei Aufbau und Strukturierung der Geschäftsidee helfen und bietet durch ausgewählte Fragstellungen einen ausreichenden Überblick.

 

Eine Gliederung könnte wie folgt aussehen:

1. Executive Summary

Stellt die Zusammenfassung des Businessplans dar und sollte die Geschäftsidee kurz und prägnant beschreiben. Zusätzlich sind die wesentlichen Erfolgs- und Risikofaktoren aus den einzelnen Kapiteln  klar und deutlich zu benennen.

 

2. Unternehmensführung

Die Aufgabe der Gründerperson besteht darin, zu erläutern, warum sie sich mit dieser Geschäftsidee selbstständig machen will. Ergänzend sind die fachlichen und unternehmerischen Qualifikationen des Gründers zu benennen als auch zu unterscheiden.

 

Welche Qualifikationen und ggf. Zulassungen haben Sie?

Über welche Branchenkenntnisse verfügen Sie?

Über welche kaufmännischen Kenntnisse verfügen Sie?

Welche besonderen Stärken gibt es?

Welche Defizite gibt es? Wie werden sie ausgeglichen?

Quelle: Infoletter Gründerzeiten Nr. 17.

3. Produkt/Dienstleistung

Erst einmal muss ersichtlich sein, ob es sich um ein produzierendes Unternehmen oder um ein Dienstleistungsunternehmen handelt. Das entsprechende Angebot ist daraufhin ausführlich zu beschreiben und muss dem Laien schmackhaft gemacht werden. Weiterhin sollte auf die USP (Unique Selling Proposition) des Angebots eingegangen werden und somit Unterschiede zur Konkurrenz aufzeigen. Letztlich sollten kurz- und langfristige Unternehmensziele benannt werden und Entwicklungsmöglichkeiten berücksichtigt werden. Zeigen Sie Ihrem Gegenüber das ihr Angebot über das „gewisse Etwas“ verfügt.

Was ist der Zweck Ihres Vorhabens?

Was ist das Besondere an Ihrer Geschäftsidee/Ihrem Angebot?

Welches Produkt/welche Leistung wollen Sie herstellen?

Wann startet Ihre Produktion/Ihre Dienstleistung?

Entwicklungsstand Ihres Produkts/Ihrer Leistung?

Welche Voraussetzungen müssen noch erfüllt werden?

Wann kann das Produkt vermarktet werden?

Welche gesetzlichen Formalitäten sind zu erledigen?

Quelle: Infoletter Gründerzeiten Nr. 17.

 

4. Branche/Markt

Im Vordergrund des vierten Kapitels stehen insbesondere drei Elemente: Kunden, Konkurrenz und Standort. So gilt es bspw. zu klären, ob ein Markt profitabel ist und wer die potentielle Zielgruppe des Unternehmens ist. Eine umfangreiche Recherche und Branchenkenntnis ist unabdingbar. Das gilt auch für die Konkurrenz. Identifizieren Sie etablierte Unternehmen und analysieren Sie ihr Auftreten. Ziehen Sie bei Bedarf Experten hinzu. Abschließend ist die Wahl des Standorts zu begründen. Machen Sie deutlich, dass Sie für Kunden und Lieferanten gut zu erreichen sind.

 

Kunden: Wer sind Ihre Kunden? Wo sind Ihre Kunden? Wie setzen sich die einzelnen Kundensegmente zusammen? Haben Sie bereits Referenzkunden? Wenn ja, welche? Welches Umsatzpotenzial ist damit verbunden? Welche Bedürfnisse haben Ihre Kunden?

Konkurrenz: Wer sind Ihre Konkurrenten? Was kosten Ihre Produkte bei der Konkurrenz? Welches sind die größten Stärken und Schwächen Ihrer Konkurrenz? Welche Schwächen hat Ihr Unternehmen gegenüber der Konkurrenz? Wie können Sie diesen Schwächen begegnen?

Standort: Wo bieten Sie Ihr Angebot an? Warum haben Sie sich für diesen Standort entschieden? Welche Nachteile hat der Standort? Wie können Sie diese Nachteile ausgleichen? Wie wird sich der Standort in Zukunft entwickeln?

Quelle: Infoletter Gründerzeiten Nr. 17.

 

5. Marketing/Vertrieb

Kern des Marketingkonzepts bilden die 4P’s: Produktpolitik (product), Preispolitik (price), Kommunikationspolitik (promotion) und Distributionspolitik (place).

 

Produktpolitik: Welchen Nutzen hat Ihr Angebot für potenzielle Kunden? Was ist besser gegenüber dem Angebot der Konkurrenz?

Preispolitik: Welche Preisstrategie verfolgen Sie und warum? Zu welchem Preis wollen Sie Ihr Produkt/Ihre Leistung anbieten? Welche Kalkulation liegt diesem Preis zugrunde?

Kommunikationspolitik: Wie erfahren Ihre Kunden von Ihrem Produkt/Ihrer Dienstleistung? Welche Werbemaßnahmen planen Sie wann?

Distributionspolitik: Welche Zielgebiete steuern Sie an? Welche Vertriebspartner werden Sie nutzen? Welche Kosten entstehen durch den Vertrieb?

Quelle: Infoletter Gründerzeiten Nr. 17.

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